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Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V.
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Titelbild nurinst 2006nurinst – Jahrbuch 2006

Beiträge zur deutschen und jüdischen Geschichte
Schwerpunktthema: Fußball

Herausgegeben von Jim G. Tobias / Peter Zinke

Im Auftrag des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts

183 Seiten, 12 Abb. schwarz-weiß, 22 x 14 cm, EUR 12,80 [D], ANTOGO Verlag, ISBN 978-3-938286-00-5, 2006

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Fußball nicht nur in Europa zu einem Sport, der die Menschen bis heute fasziniert und begeistert – quer durch alle Nationalitäten, Religionen und Ideologien. Unzählige Bücher wurden dazu schon publiziert. Doch wer erinnert sich noch an das Finale der jüdischen Meisterschaft von 1947, bei dem vor 5.000 begeisterten Zuschauern im Grünwalder Stadion Ichud Landsberg auf Hasmonea Zeilsheim traf? Wer kennt noch die Namen der New Yorker Emigrantenvereine wie Bronx Jewish SC, Famee Furlane oder German Jewish Club? Und wer weiß, dass sich sogar im Ghetto Theresienstadt Häftlinge zu Mannschaften und diese zu Ligen zusammenschlossen? Fußball im Konzentrationslager, der allerletzte Ort, an dem man sich diesen Sport vorstellen würde.

Solche in Vergessenheit geratene, unliebsame oder gar verdrängte Fakten der Fußballgeschichte stehen im Mittelpunkt des Jahrbuchs.

Mit der Vermittlung jüdischer Geschichte befassen sich die Aufsätze über das erste jüdische Museum in Wien und über das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Sie erhalten einen ersten Einblick in das neu entstehende Münchner Jüdische Museum und können sich über das "Lachoudische", eine aus dem hebräischen abgeleitete Sprache, die hauptsächlich in Schopfloch gesprochen wurde, informieren. Der Text ist nicht nur eine Reise in eine vergessene Welt, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die fränkisch-jüdische Geschichte. Anhand der Akte Erich Frey wird die Skrupellosigkeit der deutschen Finanzbürokratie bei der Deportation und Ermordung der europäischen Juden aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Eine Fahrkarte nach Jerusalem
Der 1. FC Nürnberg wird "judenfrei"
Von Bernd Siegler

"Mit offenen Armen nimmt die Fußballabteilung noch Spieler in ihren Reihen auf ..."
Ein deutsch-jüdisches Soccer-Team in New York 1938 bis 1942
Vom German-Jewish Club zum New World Club
Von Jim G. Tobias

"Die Bindung des Blutes ist stärker als alle Verträge"
Fußball im Dienst nationalsozialistischer Lebensraumpolitik
Von Eckart Dietzfelbinger

"Kleiderkammer schlägt Gärtner 9:3"
Fußball im Ghetto Theresienstadt
Von Nicola Schlichting

"Das war völlig normal"
Fußball und Antisemitismus in Wien nach dem Zweiten Weltkrieg
Von Peter Zinke

"Arojs mitn bal cu di tojznter wartnde cuszojer"
Die Fußballvereine und -Ligen der jüdischen Displaced Persons 1946-48
Von Jim G. Tobias

Lebensgeschichten in Finanzamtsakten
Die Skrupellosigkeit der Finanzbürokratie bei der Deportation und Ermordung der Juden –
aufgezeigt anhand der Akte von Erich Frey
Von Kurt Schilde

Schopflocher Lachoudisch
Jüdischdeutsche Sprache aus dem Hebräischen
Von Hans-Rainer Hofmann

Eine neue Art Museum!
Nostalgie und Pioniergeist im ersten Jüdischen Museum, Wien 1895-1938
Von Wiebke Krohn

Das Münchner Jüdische Museum vor der Eröffnung
Ein erster Einblick
Von Jutta Fleckenstein

Forschungseinrichtungen und Museen stellen sich vor:
Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg
Von Andreas Brämer

letzte Änderung: 01.12.2009
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